Ravens geben gesamtem Team Spielzeit und richten den Fokus auf die Playoffs
- 8 hours ago
- 2 min read

Die Munich Ravens haben die Regular Season der European Football Alliance mit einer 7:55-Niederlage bei Nordic Storm abgeschlossen. Im zehnten EFA-Saisonspiel setzte das Team von Head Coach Kendral Ellison bewusst zahlreiche Spieler aus dem Second String ein und schonte einen Großteil der Starter. Damit erhielten jene Akteure wertvolle Spielzeit, die seit November gemeinsam mit dem gesamten Team gearbeitet und sich im Rahmen des „4th Quarter Program“ auf ihre Einsatzmöglichkeiten vorbereitet hatten.
Die Ausgangslage vor der Partie in Kopenhagen erlaubte den Ravens, den Blick über das einzelne Ergebnis hinaus auf die bevorstehenden Playoffs zu richten. Der Einzug in die Endrunde stand bereits fest. Ob München die Regular Season auf dem ersten oder zweiten Tabellenplatz abschließen würde, hatte für den weiteren Weg aus Sicht des Teams keine entscheidende sportliche Bedeutung. Die Priorität lag deshalb darauf, die Belastung der Starter zu steuern und gleichzeitig dem gesamten Kader die Möglichkeit zu geben, sich auf dem Feld zu zeigen.
Nordic Storm trat mit seinen Topspielern an und erwischte den deutlich besseren Start. Tight End Roberto Miranda erzielte nach einem Pass von Quarterback Jadrian Clark den ersten Touchdown der Begegnung. Nach einem Turnover der Ravens erhöhte Glen Toonga wenig später auf 14:0 für die Gastgeber.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit bestimmte Nordic Storm das Geschehen. Morgan Boney, Edvin Almeida, Brendan Beaulieu und erneut Toonga bauten die Führung der Dänen aus. Zur Pause stand es 42:0.
Die Ravens hielten dennoch an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Für viele Spieler war die Partie eine besondere Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen. Das Ergebnis rückte dabei hinter dem größeren sportlichen Ziel zurück: als geschlossenes Team in die Playoffs zu gehen und den gemeinsamen Weg in Richtung Finale fortzusetzen.
Nach der Pause erzielten Boney und Beaulieu jeweils ihren zweiten Touchdown für Nordic Storm. Beim Stand von 55:0 gelang den Ravens im vierten Viertel schließlich der verdiente eigene Erfolg: Ron Tiavaasue brachte München mit einem Touchdown auf die Anzeigetafel.
Die Reaktion des gesamten Teams unterstrich die Bedeutung dieses Moments. Nach dem Touchdown liefen die Ravens-Spieler gemeinsam auf das Feld, um Tiavaasue und die eingesetzte Spieler zu feiern. Die Szene stand sinnbildlich für die Brotherhood innerhalb des Kaders: Unabhängig von Einsatzzeiten und Rollen unterstützt das Team jeden einzelnen Spieler.
Die Ravens beenden die Regular Season damit nach neun Siegen mit ihrer ersten Niederlage. Gleichzeitig konnten zahlreiche Akteure Spielpraxis sammeln, die über viele Monate hinweg gemeinsam mit den Startern trainiert und auf ihre Chance hingearbeitet hatten. Dass diese Spieler nun selbst auf dem Feld stehen durften, war eine bewusste Entscheidung und Ausdruck des Vertrauens in die gesamte Mannschaft.
Der Fokus der Munich Ravens richtet sich jetzt vollständig auf die Playoffs. Als Tabellenzweiter geht München in das Big4-Halbfinale, das am Samstag, 15. August, in Frankfurt ausgetragen wird. Der Gegner wird am Sonntag ermittelt. Das Ziel der Ravens bleibt unverändert: das Finale zu erreichen und um die Championship zu spielen.



